Erasmus+ Wien: Praxisnah lernen, europäisch vernetzen, gemeinsam wachsen

 In Aktivitäten Schule

 

Im Rahmen des Erasmus+-Programms hatten Frau Rotaru, die Abtei­lungs­lei­te­rin Ausbil­dung im Hotel- und Gaststät­ten­ge­wer­be, sowie die beiden Fachleh­re­rin­nen Frau Fraun­ber­ger und Frau Richter, die Gelegen­heit, die Touris­mus­schu­le an der Wasser­mann­gas­se in Wien kennenzulernen.

Die „Neue Wasser­mann­gas­se“ zählt zu den renom­mier­tes­ten Touris­mus­schu­len Öster­reichs und überzeugt durch ein breites, praxis­na­hes Bildungs­an­ge­bot. Von der Höheren Lehran­stalt für Touris­mus über die Hotel­fach­schu­le bis zum Aufbau­lehr­gang eröff­nen klar berufs­ori­en­tier­te Bildungs­gän­ge vielfäl­ti­ge Perspek­ti­ven bis hin zum Studi­um. Schwer­punk­te wie Gastro­no­mie und Ernäh­rung, Marke­ting, inter­na­tio­na­les Touris­mus­ma­nage­ment und Event­ma­nage­ment verknüp­fen fundier­tes Fachwis­sen mit angewand­ter Praxis – gestützt durch umfang­rei­che Pflicht­prak­ti­ka und Zusatz­qua­li­fi­ka­tio­nen (z. B. diplomierte/r Käsekenner/in, Kaffeekenner/in, Jung-Somme­lier/­Jung-Somme­liè­re, Peermediator/in).

 

Mehre­re Unter­richts­hos­pi­ta­tio­nen ermög­lich­ten den Lehrkräf­ten vertief­te Einbli­cke, insbe­son­de­re in den Service­un­ter­richt: kunst­voll gedeck­te Tafeln für exklu­si­ve Menüfol­gen (u. a. Austern, Schne­cken, Hummer), ein simulier­tes Gastge­spräch zur Prüfungs­vor­be­rei­tung mit Menüfüh­rung und korre­spon­die­ren­den Geträn­ke­emp­feh­lun­gen sowie die souve­rä­ne Präsen­ta­ti­on erlese­ner Digestifs am Wagen.

Im Kochun­ter­richt standen die profes­sio­nel­le Zuberei­tung und das präzi­se Anrich­ten eines mehrgän­gi­gen Menüs für ein schuli­sches Publi­kum am Abend im Mittel­punkt – geprägt von einer ruhigen, konzen­trier­ten Arbeits­at­mo­sphä­re und sicht­bar wachsen­dem Können.

Eine weite­re Hospi­ta­ti­on bei der Wieder­ho­lungs­ein­heit zur Weinsen­so­rik zeigte eindrucks­voll, wie Theorie, senso­ri­sches Training und klar struk­tu­rier­te Lernin­stru­men­te inein­an­der­grei­fen und die Schüle­rin­nen und Schüler dazu befähi­gen, Weine zu verkos­ten und zu bewer­ten, um Charak­te­ris­ti­ka zu erken­nen und den perfek­ten Wein für den Gast auszu­wäh­len. Diese Kompe­ten­zen spielen eine wichti­ge Rolle für den Erwerb der Quali­fi­ka­ti­on zum/zur Jung-Somme­lier/­Jung-Somme­liè­re.

 

Abschlie­ßend lässt sich festhal­ten, dass der Austausch mit den Kolle­gin­nen und Kolle­gen der „Neuen Wasser­mann­gas­se“ sehr berei­chernd war, den Unter­richts­ho­ri­zont deutlich erwei­tert hat, konkre­te Impul­se für Didak­tik, Praxis­ver­net­zung und Schul­ent­wick­lung gesetzt und unseren Blick auf Europa als gemein­sa­men Lern- und Lebens­raum nachhal­tig geschärft hat.

Diese beson­de­ren Erfah­run­gen werden auch ausge­wähl­ten Schüle­rin­nen und Schülern ermög­licht, die im kommen­den Schul­jahr ihre Ausbil­dung im Hotel- und Gaststät­ten­ge­wer­be an der Maria-Merian-Schule begin­nen. Im Rahmen des Erasmus-Programms sollen sie Unter­richt und Schul­all­tag an der „Neuen Wasser­mann­gas­se“ unmit­tel­bar erleben. Dabei steht neben dem fachli­chen Austausch insbe­son­de­re der europäi­sche Gedan­ke im Mittel­punkt: Die Lernen­den sollen unter­schied­li­che beruf­li­che Standards, Ausbil­dungs­struk­tu­ren und Arbeits­kul­tu­ren inner­halb Europas kennen­ler­nen, um ein gemein­sa­mes Verständ­nis profes­sio­nel­ler Anfor­de­run­gen zu entwi­ckeln. Ziel ist es, wertvol­le Praxis­er­fah­run­gen zu sammeln, fachli­che Maßstä­be zu verglei­chen, tragfä­hi­ge Netzwer­ke aufzu­bau­en und dabei ihre Fach-, Sprach- und Sozial­kom­pe­ten­zen gezielt weiterzuentwickeln.

Text/Bilder: Richter/Rotaru

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