Premiere in Winnenden: Erster Fachtag Pflege setzt Zeichen für die Zukunft der Pflegeberufe im Rems-Murr-Kreis
Rund 150 Fachkräfte aus Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Bildungsstätten kamen am Internationalen Tag der Pflegenden zu Vorträgen, Workshops und Austausch zusammen – getragen von zwölf Einrichtungen sowie der Kommunalen Pflegekonferenz.
Am 12. Mai 2026 – dem Internationalen Tag der Pflegenden – war es so weit: Das Rems-Murr-Klinikum Winnenden und das Zentrum für Psychiatrie Klinikum Schloß Winnenden öffneten ihre Türen für den 1. Fachtag Pflege im Rems-Murr-Kreis. Rund 150 Pflegefachkräfte, Pflegepädagoginnen und -pädagogen, Praxisanleitende sowie Fach- und Führungskräfte aus Gesundheits- und Sozialeinrichtungen des Rems-Murr-Kreises kamen in den beiden Klinikstandorten zusammen. Sie trafen sich zu Workshops, einer Podiumsdiskussion und an Infoständen und sie feierten zum Abschluss gemeinsam eine Pflege-Party.
Die Idee entstand in der Arbeitsgemeinschaft „Fachkräftesicherung in der Pflege“, die das Landratsamt Rems-Murr-Kreis im Rahmen der Kommunalen Pflegekonferenz koordiniert. Zwölf Einrichtungen richteten den Fachtag gemeinsam aus, darunter die Maria-Merian-Schule.
Der Tag begann mit einem Einführungsreferat von Kirsten Heiland vom Landeskompetenzzentrum Pflege & Digitalisierung BW aus Tübingen zum Thema „Auswirkungen der Demografie auf den Beruf Pflege und Entwicklung des Pflegeberufes heute“. Daran schloss sich eine spannende Podiumsdiskussion mit Teilnehmenden aus der Langzeitpflege sowie aus dem ambulanten und stationären Bereich, der Pflegeausbildung, politisch engagierten Persönlichkeiten und den Pflegeschulen an.
Unter anderen saßen Robin Geiger, Pflegelehrer an der Maria-Merian-Schule, sowie Marcel Hauck, Pflegeschüler der Schule, auf dem Podium. Marcel Hauck betonte, dass positive Erzählungen den Nachwuchs prägten. Die Einstellung junger Menschen zum Pflegeberuf werde maßgeblich davon beeinflusst, ob erfahrene Kräfte von erfüllenden Momenten oder nur von Stress berichteten.
Am Nachmittag wurden unterschiedliche Workshops angeboten, die das breite Berufsbild der Pflege in den Blick nahmen. Ute Mußmächer-Kübler, Pflegelehrerin an der Maria-Merian-Schule, leitete den Workshop „Umgang mit Tod und Sterbenden – Wie schaffst du das? Merkmale der Selbstfürsorge“. An diesem Beispiel wird ein zentrales Anliegen des Fachtags deutlich: Die Pflege aus der Sicht der Pflegenden zu beleuchten, die Pflegenden in den Mittelpunkt zu rücken und damit die Relevanz ihres anspruchsvollen Berufs zu verdeutlichen.
Text: Pressestelle des Rems-Murr-Kreises, angepasst von Ingrid Klumpp
Bilder: DESIGNED Digitalagentur, Baris Cirak




