Studienfahrt Ostalb 2018

Ein spannendes Ziel ist schon die halbe Miete einer guten Studienfahrt.

So begleiteten Herr Bürkle und Herr Körner in diesem Jahr ihren Teil der Stufe 12 nicht in eine beliebte europäische Metropole, sondern auf den Segelflugplatz des FSV Gerstetten bei Hohenheim. Neben dem Highlight „Segelfliegen“ war der Titel „Läuft bei uns“ wortwörtlich zu verstehen, sodass im und ums anliegende Eselsburger Tal gewandert wurde.
Am Montag, 16.07.2018 trat die 18-köpfige Gruppe ihre Studienfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an. Nach der Ankunft in Heidenheim und Heidenheim und einer ersten Etappe zu Fuß fand eine Führung durch das „Medical Innovation Center“ der Paul Hartmann AG statt. Dabei konnte eine kleine Produktionsstätte des bekannten Medizin- und Pflegebedarf-Konzerns besichtigt werden. Hier standen durch Unterdruck Wundflüssigkeit filternde Wundauflagen und der „Show OP-Saal“ im Zentrum der Aufmerksamkeit. Gegen Abend kamen wir trotz drohendem Regen und ersten Erschöpfungszuständen auf der fast dreieinhalb stündigen Wanderung endlich am Zeltplatz des Flugsportvereins an. Nach dem Ausladen des Gepäcks aus dem Gepäcktransport „Körner“ standen die meisten Zelte schnell. Damit konnte der erste Tag mit einem guten Essen der Kochgruppe, einem hart erkämpften Lagerfeuer und den ersten Runden des Gruppenspiels „Werwolf“ ausklingen.
Dienstag und Mittwoch teilten sich die Reisenden in gleich große Aktivitätsgruppen ein. So konnte in Kleingruppen von jeweils neun Menschen am einen Tag geflogen und am anderen gewandert werden. Die Wandergruppe durchquerte das Eselsburger Tal. Auf halber Strecke bot sich dringend nötige Erfrischung durch ein Kneipbecken. Schließlich besichtigten wir die „Biohoftalgemeinschaft Eselsburg“, wo neben süßen Kälbchen und „süßer“ Landluft auch innovative Ideen wie Milchlieferungen mit den „Milchmobilen“ und ein neu entstehendes Ladengebäude aus Stroh und Lehm warteten. Als Belohnung und Stärkung für den Rückweg gab es auch noch ein sehnlichst erwartetes Eis.
Währenddessen ging es bei der anderen Gruppe auf dem Segelflugplatz mit Sicherheitseinweisungen los. Nach kurzer Zeit war jedoch bereits unsere eigene Mithilfe bei Startvorbereitungen der Flugzeuge an der Winde gefragt. Besonders beliebt war außerdem das Rückholen der gelandeten Flieger mit dem Golfcar. Auf dem Privatgelände war hierzu nicht einmal ein Führerschein notwendig. Doch auch am Flugplatz zeigten sich kleine Probleme wie die ständige Sonneneinstrahlung oder große Verzögerungen des Flugbetriebs durch einen Seilabriss beim Start.  Alle Fluglehrer hatten große Geduld mit uns, egal ob Übelkeit oder kleine Fehler bei eigenen Lenkversuchen betreffend. Auch alle anderen Helfer von FSV ermöglichten uns zwei super Tage mit Einblicken in den Segelflugsport. Danke für diese einmalige Möglichkeit an alle Beteiligten!
Am letzten vollständigen Tag, dem Donnerstag, stand eine Wanderung durch das Eselsburger Tal zur Tropfsteinhöhle „Charlottenhöhle“ an. Aufgrund vieler Lädierungen gönnte das Lehrerduo der Gruppe eine Erleichterung eines großen Wegstücks durch Busfahrten. Doch auch dabei war die Erschöpfung zu spüren: Nur ein kleiner Teil hatte sich auf der Fahrt wach halten können. Nach einer Runde Eis zur Motivation ging es in die Tropfsteinhöhle. Bei der einstündigen Führung und dem anschließenden Besuch im dazugehörigen Museum „HöhlenSchauLand“ wurde zwar müde, aber doch interessiert beobachtet, wie nicht zivilisiertes Leben in der Steinzeit und die Entstehung von Tropfsteinhöhlen vonstattengingen. Auf dem Rückweg durfte ein Besuch beim Weltkulturerbe der Steinformation der „Steinernen Jungfrauen“ nicht fehlen.
Der Freitag wurde gemütlicher begangen, denn verbleibende Kräfte wurden für den Abbau und die abschließende Reinigung benötigt. Alles, was in den letzten Tagen nicht blitzeblank geschrubbt geworden war, musste nun wieder höchst reinlich hinterlassen werden. Der letzte Fußmarsch führte anschließend nach Gerstetten, von wo aus wir die Rückreise antraten. Unser Gepäck wurde glücklicherweise wieder im Privattaxi „Körner“ nach Waiblingen transportiert. (Danke!!) Von dort traten alle erschöpft den Gang nach Hause an und dort nicht selten direkt ins eigene Bett.