Studienfahrt München 2018

Was wäre das Reisen mit der Deutschen Bahn ohne Verspätung? Nun ja, man wäre nicht mit der Deutschen Bahn unterwegs gewesen.

Mit einer Verspätung von einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir München Hauptbahnhof. Kaum waren alle aus dem Zug ausgestiegen, machten wir uns schon auf den Weg zur S- Bahn. Zum Glück dauerte diese Zugfahrt nicht lange und wir konnten uns endlich auf den Weg in das Hotel machen.
Angekommen, Gepäck verstaut und zurück zur Bahn. Eine Stadtführung mit dem Namen „Mystisches München“ war der erste Programmpunkt auf dem Plan. Eine „normale“ Stadtführung war dies auf jeden Fall nicht. Ich für meinen Teil, weiß nun alles über Drachen, den Teufel und was die Pest damals in München so angestellt hat.
Abgeschlossen haben wir den ersten Tag mit einem Abendessen in einem schönen Münchner Biergarten.
Am nächsten Tag besuchten wir die Bavaria Filmstudios und machten eine Führung zwischen Lokomotive und U-Boot. Auch die Schauspielkunst einiger Schüler war hier gefragt. So wurden einige kleine Filmchen gedreht. Absolutes Highlight war wohl das McDonald´s Restaurant, von welchem viele dachten, dass dieses nur Kulisse sei. Also noch schnell das Eis verdrückt und schon waren wir auf dem Weg zum NS Dokumentationszentrum.
Hier wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und zwei Männern, welche die Führungen gemacht haben, zugeteilt. Zu unserem Pech war das Wetter nach der Führung leider nicht so fein und der Besuch im Biergarten damit gestrichen. Daher bekamen wir spontan noch etwas Freizeit, welche jeder verschieden nutzte.
Am Mittwoch stand das Deutsche Museum auf dem Plan. Ich muss gestehen, ein Gebäude, in welchem man sich sehr schnell verlaufen kann. Da landet man bei irgendwelchen Schiffsteilen, wenn man ursprünglich an einen ganz anderen Ort wollte. Im Bereich Pharmazie bekamen wir eine Führung und danach ein wenig Freizeit, um das Museum genauer unter die Lupe nehmen zu können. Am Abend hatten wir die Wahl, ob wir das Musical “Fack ju Göhte” sehen oder etwas Freizeit genießen wollten.
Am Donnerstag durften wir uns einmal wie Königinnen und Könige fühlen. Nun ja, zumindest für einen Bruchteil einer Sekunde, bis weitere Besucher des Schlosses Nymphenburgs die großen Räume betraten. Wir wurden durch das gesamte Schloss geführt und mit dessen Geschichte bekannt gemacht.
Am Abend ging es zum Essen in das bekannte Münchner Hofbräuhaus. Zwischen Bierkrügen, Peitschenschlägen und lauter Musik ließen wir es uns gut gehen. Nach dem Essen hatten wir wieder die altbekannte Freizeit, welche jeder unterschiedlich nutzte.
Ich für meinen Teil bin mit meiner lustigen Gruppe in einer Karaokebar gelandet. Hier musste wieder Talent bewiesen werden, diesmal nicht mit der Schauspielkunst, sondern mit der Gesangskunst.
Am letzten Tag gab es noch einen Besuch in der Pinakothek, bevor die Gruppe die Rückfahrt antrat. Ganz anders als auf der Hinfahrt war es überraschenderweise sehr leise. Es lag vielleicht auch daran, dass viele versuchten, sich den möglichst besten Schlafplatz aus dem Sitz zu bauen. Was genau in Stuttgart nach der Ankunft passiert ist, ist schwer zu sagen. Kaum kam der Zug zum Stehen, hörte man schon die ersten „Bis Montag” sagen und viele sprangen direkt aus dem Zug, sodass sie noch ihren Anschluss bekamen. Und so nahmen eine tolle Woche und eine tolle Studienfahrt ihr Ende.